AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Soziale Probleme gehören nicht ethnisiert

Die Verantwortung der Kommunen.   images/sinti-roma/sr_logo-2018.jpg

Seit Mitte 2017 hat die Beratungsstelle für gleichberechtigte Teilhabe vom Verband Deutschen Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, Kontakt mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Mühlacker. Mühlacker ist eine der vielen Kommunen die wir unterstützen soziale Probleme aufzugreifen und gemeinsam mit der Zielgruppe an Lösungen zu arbeiten.

Ziel ist hierbei die vorhandenen Fachkompetenzen zusammenfließen zu lassen um Doppelstrukturen zu vermeiden. Die Zielgruppe wird beteiligt und als Multiplikator_innen gewonnen. Die Zusammenarbeit zwischen allen Akteur_innen ist besonders wichtig, um gesellschaftliche Teilhabe und vor allem Bildungsteilhabe der Minderheit der Sinti und Roma zu gewährleisten und um gleichzeitig die Mehrheitsgesellschaft zu sensibilisieren. Parallel zur mobilen Beratung werden Empowermentseminare/-clubs für Jugendliche mit Romno Hintergrund eingerichtet. Der Inhalt dieses Angebots sind Empowermenttrainings, Argumentationstrainings gegen rechte Parolen und Expert_innenrunden in denen Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen den Jugendlichen Einblick in ihr Berufsleben bieten.

Auch die in den Kommunen bestehenden Unterstützungsangebote werden eingebunden und auf ihre Zugänglichkeit überprüft. Ca. 80 Prozent der Jugendlichen Sinti und Roma haben in Deutschland einen Alltag, der von Diskriminierungserfahrung geprägt ist und zu Bildungs-/Ausbildungsabbrüchen führt. Wichtig ist daher die Dekonstruktion geschichtlicher Traumatisierungen, die Untersuchung und Sensibilisierung der gesellschaftlichen Umgebung und Stärkung der Minderheit von innen heraus.

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