AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

"Nicht antasten!"

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Aufruf
Nicht antasten!
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten
Sinti und Roma Europas darf nicht
durch neue Dispute beschädigt werden.



In unmittelbarer Nähe zum Deutschen Bundestag gedenken wir des unermesslichen Leids, das Deutsche in furchtbarer Zeit den Sinti und Roma in Europa zugefügt haben. Zu viele Jahre mussten vergehen, bis dieses Denkmal erbaut wurde. Viel Kraft war nötig, widerstrebende Haltungen mussten überwunden werden, bis dieser Pfeiler des Gedenkens gegen den Strom des Vergessens errichtet werden konnte.

Deshalb vertrauen wir darauf: kein Handeln einer Verwaltung darf diesen, für das gemeinsame Leben notwendige ungehinderte Fließen der kulturellen Erinnerung behindern. Wir könnten es nicht verantworten, wenn die Kraft des Denkmals auch nur für unbestimmte Zeit unterbrochen wird. Das Erinnern an den Völkermord verträgt keine Unterbrechung. Es muss unauslöschlich im Gedächtnis bleiben.

Wer die Ruhe stört, die von diesem Ort der Besinnung ausgeht, ermordet die unschuldigen Opfer ein weiteres Mal. Wir rufen dazu auf: das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas darf nicht angetastet werden. Wir bitten Sie: lassen Sie nicht zu, dass der Platz, von dem Versöhnung ausgeht, einem falschen Denken geopfert wird.

Die Stiftungsräte der Hildegard Lagrenne Stiftung:

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