AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Mahnmal Berlin

Berlin: Das Mahnmal

Mahnmal in Berlin
Juli 2020  (11.07.2020)


20200711 rnz rose mahnmal berlin
"So darf man mit uns nicht umgehen"   

Rhein-Neckar-Zeitung, 11. Juli 2020. von Ingrid Thoms-Hoffmann

"Glaubt man, mit den Roma und Sinti so umgehen zu können?"
Berliner Zeitung vom 8.7.2020 von Susanne Lenz

Das Mahnmal bleibt! By any means necessary
Bundes Roma Verband, Götitngen. 7. Juli 2020

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma führt Gespräche mit allen Beteiligten Institutionen über die Planung für die S21 und den Umgang mit dem Denkmal für die im NS ermordeten Sinti und Roma Europas.
Am 1. Juli 2020, beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

 

 

 

 

Aktionsbündnis "Unser Denkmal ist unantastbar!"

07. Juli 2020

Pressemitteilung des
Aktionsbündnisses "Unser Denkmal ist unantastbar!"

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"Berliner Verkehrssenatorin: Aktionsbündnis wird in künftige Gespräche über das Denkmal eingebunden

>  Treffen des Aktionsbündnisses „Unser Denkmal ist unantastbar!“ mit der Berliner Verkehrssenatorin Günther
>  Senatorin Günther spricht von „maximalem Schutz“, lehnt es jedoch ab, das Denkmal für Sinti und Roma zum „Zwangspunkt“ für die Bauplanungen zu erklären
>  Das Aktionsbündnis wird Verhandlungspartner des Berliner Senats
>  Protest gegen eine Beeinträchtigung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas wird verschärft

Beim Gespräch mit Vertretern des Aktionsbündnisses „Unser Denkmal ist unantastbar!“ am späten Nachmittag des 06.07.2020 hat die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther ihre Bereitschaft bekundet, sich für einen „maximalen Schutz“ des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas angesichts der geplanten Baumaßnahmen für die S21 einzusetzen.

Auch auf mehrfache explizite Nachfrage hin war die Verkehrssenatorin jedoch nicht bereit, das Denkmal zum sogenannten „Zwangspunkt“ für die Bauplanungen zu erklären. Erst damit würde das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in seiner Gesamtheit unangetastet bleiben. Auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist ein solcher „Zwangspunkt“. ...."

Download ausführliche Pressemitteilung




Das Mahnmal - by any means necessary

Bundes Roma Verband e.V. 
https://www.bundesromaverband.de
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03.07.2020

Das Mahnmal bleibt! By any means necessary

".... Alle heute lebenden Roma und Sinti sind Nachkommen der Verfolgten, Kinder und Enkel der Überlebenden. Viele unserer Menschen haben kein Grab. Sie wurden in Todeslagern vergast, in Wäldern erschossen, in Massengräbern verscharrt. Unser Denkmal in Berlin ist der Ort, an dem wir um die Toten ohne Gräber trauern.Alle heute lebenden Roma und Sinti sind Nachkommen der Verfolgten, Kinder und Enkel der Überlebenden. Viele unserer Menschen haben kein Grab. Sie wurden in Todeslagern vergast, in Wäldern erschossen, in Massengräbern verscharrt. Unser Denkmal in Berlin ist der Ort, an dem wir um die Toten ohne Gräber trauern. ...

Es ist aber nicht nur ein Ort der Trauer für die Hinterbliebenen. Es ist auch ein Ort der Mahnung. Ein Ort des Nie wieder. Somit erfüllt das Mahnmal eine wichtige Funktion für die Mehrheit. Wir können den Völkermord an unseren Menschen nicht vergessen. Die Mehrheitsbevölkerung kann das durchaus, sofern sie überhaupt vom Völkermord an Roma und Sinti weiß. Das Mahnmal ist ein Ort, an dem die Mehrheit aus der Geschichte lernen kann. Darum ist auch die Mehrheit in der Verantwortung, für den Ort zu kämpfen.

....Die Verfolgung von Roma ist nicht nur Teil der Geschichte. Sie ist auch Teil der Gegenwart. Rassismus, Diskriminierung und Gewalt sind Teil unseres Alltags. In Deutschland, in Europa, in der Welt.

Die Abwehr, die sich gegen uns richtet, sowohl in der Migrationsabwehr als auch in historisch gewachsenen strukturell rassistischen Vorgängen 一 sie wirkt schlimmer je weniger Unterstützung und Wahrnehmung wir haben. Daher empfinden wir schon die Diskussionen um das Mahnmal als Angriff. ... "

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