AK Sinti/Roma und Kirchen

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2020: 40 Jahre Hungerstreik in Dachau

Evang. Akademie zu Berlin
Demokratische Kultur und Kirche
06.04.2020, Pressemitteilung

Das Engagement gegen Antiziganismus ist weiter dringend nötig

"Die Kirchen haben die Grundfrage nach dem Rassismus gegen Sinti und Roma in Deutschland und Europa bislang zu wenig thematisiert. Auch 40 Jahre nach dem Hungerstreik von Sinti und Roma in der Versöhnungskirche in Dachau ist das Engagement gegen Antiziganismus dringend nötig, fordert das „Netzwerk Sinti, Roma und Kirchen in Deutschland“. „Gerade unter Bedingungen der Corona-Krise sehen wir auch in Südmitteleuropa eine dramatische Zuspitzung des Antiziganismus und der humanitären Notlage von Roma“, sagt Christian Staffa, Mitbegründer des Netzwerks und Studienleiter der Evangelischen Akademie zu Berlin.

Vom 4. bis 11. April 1980 dauerte der Hungerstreik von Sinti und Roma in Dachau, an dem auch der heutige Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, beteiligt war. Die Aktion fand national und international Beachtung und führte zu einer Stärkung der Bürgerrechtsbewegung dieser von Rassismus und Ignoranz betroffenen Minderheit. Eine Folge war die Erklärung des Landesbischofs von Bayern, Johannes Hanselmann, und des Erzbischofs von München und Freising, Joseph Cardinal Ratzinger, am 10. April 1980, in der sie versicherten, dass die Kirchen alles tun würden, um „diesbezügliche Vorurteile“ abzubauen und Verständnis für die Minderheit zu wecken. ..."

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"Die Kinder von Auschwitz singen so laut!"

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"Die Kinder von Auschwitz singen so laut!"

Magdalena Guttenberger / Manuel Werner

Das Leben der Sintiza Martha Guttenberger aus Ummenwinkel in Ravensburg. 
Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7504-7043-9
Auch als E-Book erhältnis (www.bod.de)
> eben erschienen!!





"Wir müssen uns erinnern, damit wir nie vergessen"

Ermordete Hoffenheimer Sinti-Familie bekommt eine Gedenktafel.
Seit 20 Jahren setzt sich eine ehemalige Lehrerin dafür ein.
(Siehe auch hier)

"Es geht nicht nur um eine Metalltafel, auf der die neun Namen der Sinti-Familie Birkenfelder festgehalten sind, die nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht wurden. Es geht darum, Haltung zu zeigen. In einer Zeit, in der ein falsch verstandener Patriotismus rechtsradikale Kräfte aus dem Bodensatz des Nationalsozialismus an die Oberfläche katapultiert, die auch wieder vor Morden an Menschen nicht zurückschrecken, weil deren ethnischer Hintergrund kein deutscher ist..... ."
20200307 sinti birkenfelder hoffenheim