AK Sinti/Roma und Kirchen

in Baden-Württemberg

Arbeitskreis in Baden-Württemberg

20 Jahre Arbeitskreis: Programm & Texte

Der "Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg" wird 20.
Hier das Programm und die Vorträge im pdf-Format                         noch in Arbeit     

 

Ein kurzer Bericht:
20 Jahre Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in BW
von Pfr. Dr. Hoffmann-Richter

 

Die Grußworte und Vorträge
8. Juli 2019, Haus der Begegnung in Ulm.

 

Bürgermeister Martin Bendel, zuständig für die zentrale Steuerung der Stadt Ulm.

Daniel Strauß, Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma

Jonathan Mack, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: Der Ausbau des Netzwerks Sinti/Roma und Kirchen

Prälatin Gabriele Wulz, Evangelische Landeskirche in Württemberg

Dr. Michael Blume, Leiter Referat Minderheiten im Staatsministerium des Landes BW in Stuttgart

Andreas Schulz, Fachreferent Gedenkstättenarbeit, LpB

Schuldekan Thomas Holm, Vorstand des Evang. Erwachsenenbildungswerks Alb-Donau

Doris Gränert für die mit Sinti und Roma solidarischen katholischen Christen. Vorstandsmitglied der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz

Hauptvortrag von Prof. Gert Weisskirchen zum Thema "Überwindung von Antiziganismus"

Stdir. Benjamin Bräuer zum Völkermord im Bildungsplan

Ergänzung zum Bildungsplan durch Dozent Gerhard Ziener, PTZ

Wolfgang Mayer-Ernst zur Geschichte des AK Sinti/Roma und Kirchen

Behar Heinemann: Einführung der Künstlerin aus Wasserburg in die Kunstausstellung im Foyer
Gehe bitte zur Webpage von Bahar Heinemann: "Romakunst", "Kunst kennt keine Grenzen", "Zeitlos"

Und noch eine kleine Zugabe der Drahtzieher: David Klüttig, Bobby Guttenberger, Kolja Legde


 Eine kleine Bildergalerie:

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20 Jahre Arbeitskreis: zur Erinnerung

Der Arbeitskreis "Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg" wird 20.

Am 8.7.2019 (Montag) findet in Ulm aus diesem Anlass ein Studientag statt:
Haus der Begegnung, Grüner Hof 7, 89073 Ulm, ab 13 Uhr  

 

Zur Erinnerung - aus der Arbeit des AK (Juni 2019)

1. Intern, für den AK wichtigste Entwicklung
Der AK wurde gegründet., um die Probleme von Antiziganismus und Diskriminierung in den evangelischen und katholischen Gemeinden in Baden-Württemberg ins Bewusstsein der Kirchen und ihrer Mitglieder zu heben. Längst nicht alle, aber doch einige Kirchengemeinden haben seither die Arbeit des AK auf vielerlei Weise unterstützt. Die wichtigste Entwicklung war jedoch, dass die Evang. Landeskirche in Württemberg eine „bewegliche Pfarrstelle“ „eines Beauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma in Baden-Württemberg“ eingerichtet hat. Das geschah im Herbst 2014. Als Unterstützung für die Arbeit des „Beauftragten“ wurde noch ein Beirat beim Evang. Oberkirchenrat in Stuttgart gegründet.
Die Partner des AK sind: Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Baden Württemberg, Mannheim, und der Zentralrat bzw. das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg.

Weitere Stationen sind:
2010 die Einrichtung der 4-Kirchen-Gespräche BW zu Antiziganismus und Diskriminierung.
2013 März beschäftigte sich die Evang. Landessynode in Württemberg mit dem Themenkreis.
2013 Sommer wurde eine Bildungsprojekt-Kooperation der Evang. Landeskirche in Württemberg mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg beschlossen.

2. Aus der Arbeit des „Beauftragten“
(Anm.: im Jahre 2014 wurde Andreas Hoffmann-Richter von der Württembergischen Landeskirche beauftragt)
Viele Schul- und Gemeindebesuche
2010 Balkan-Salon in Ulm (Tagung in Kooperation mit der Donauakademie Ulm)
2011 Bildungstagung Bad Boll
2013 Staatsvertrag Baden-Württemberg – Landesverband Deutscher Sinti und Roma in BW. Hier waren auch weitere Mitglieder des AK beteiligt.
2013 November: Tagung von CCME und KEK in Frankfurt zu Migration der Roma (Teilnahme als Gast?)
2014 Entwurf für ein Handbuch zum Antiziganismus für Religion in der Sekundarstufe (2015 im Calwer Verlag erschienen)
2014 Vorbereitung des Schulprojekts „Gestatten, das sind wir – Sinti und Roma stellen sich vor“ (in Kooperation mit dem LDSR in BW)
2015 Podium in der FH Ludwigsburg
2015 Intensiver Schulbesuch mit dem neuen Projekt, bes. in Württemberg
2015 April Donautagung Ulm zu Roma-Projekten
2016 ab März Vorbereitung eines Methodenhefts gegen Antiziganismus bei der BpB in Bonn
2016 April (vergeblicher) Antrag bei der EU für die Förderung des Aufbaus eines bundesweiten Netzwerks Sinti/Roma und Kirchen mit den Sinti‐Verbänden
2016/2017/2018 Kontaktaufnahme und Besuche bei den anderen Verbänden
2017 Oktober Studienkolleg Obermarchtal – Ganztagesprojekt mit mehreren Workshops und Konzert
2017 Dezember Gründung des bundesweiten Netzwerks Sinti/Roma und Kirchen in Bad Boll
2019 Synodalantrag in Württemberg auf eine Stelle für einen Rom für die Arbeit mit Roma in Württemberg (DWW)
2019 September: Kooperation bei den Kulturtagen in Ulm

3. Aus der Arbeit des AK (auch Kooperationen)
Vorträge von Mitgliedern in Gemeinden, Schulen und Vereinen, Artikel in der kirchlichen Presse.
2009 Feiern zum 10jährigen Bestehen des K Sinti/Roma und Kirchen in BW in Ulm mit Vertretern der Burakumin aus Japan
2010 Gedenktag in Asperg
2012 Gespräch von Mitgliedern des AK mit E. Gebhardt (Europäisches Parlament)
2013 Zentrales Gedenken in Stuttgart
2013 Auschwitzreise
2013 November: Minderheiten in Europa (Tagung in Bad Boll)
2014 Gedenken 70 Jahre Mulfingen
2014 Mai Mahnwache in Ravensburg (16.5.)
2014 Besuch einer Delegation des kirchlichen Buraku Befreiungszentrums in Osaka in Baden-Württemberg
2014 Planung einer Webpage des AK und FB.
2015 Juni Kirchentag in Stuttgart
2015 September Studientagung Buraku/Dalit/Sinti und Roma in Bad Boll (in Kooperation mit DOAM & EMS)
2016 Teilnahme von 2 Jugendlichen aus Japan (Buraku Befreiungszentrum) an einer internationalen Jugendkonferenz des Zentralverbands Deutscher Sinti und Roma (Heidelberg)
2016 AK in Singen
2016 Oktober Kooperationsreise nach Serbien (mit der Evang. Akademie Bad Boll) mit Rückmeldung
an das Staatsministerium
2016 Homepage des AK in Kooperation mit der Deutschen Ostasienmission (DOAM) erstellt (www.sintiroma.org)
2017 Stand und Veranstaltungen beim Kirchentag in Berlin
2018 Zentrales Gedenken in Stuttgart
2018 März Auschwitzreise
2018 Begegnung in Frankfurt mit Delegation der BBL aus Hiroshima (Austausch zum Thema Bildung zur Überwindung von Rechter Gewalt)
2019 Stand und Veranstaltungen auf dem Kirchentag in Dortmund
2019 Juli: 20 Jahre AK Sinti/Roma und Kirchen in BW in Ulm (Haus der Begegnung)

4. Mit Unterstützung des AK
Gedenken mit dem Landtag von BW im Januar jeden Jahres
2012 Einweihung des Denkmals in Berlin

5. Weitere Partner des AK
Evang. Mission in Solidarität, Stuttgart
Deutsche Ostasienmission, Stuttgart
Buraku Liberation Center, Osaka, Japan (ein Werk der Vereinigten Kirche Christi in Japan, Kyodan)

6. Internetauftritt
https://www.sintiroma.org
ftp: ak Sinti/roma und kirchen in bw

Download pdf


 

Nachruf auf Egon Schweiger

Der Verband Deutscher Sinti und Roma in Mannheim schickt uns den NACHRUF ÜBER EGON SCHWEIGER vom 15. Mai 2018. Wir drucken ihn hier mit Erlaubnis des VDSR nach. Der AK verdankt Egon Schweiger sehr viel, besonders in der Anfangszeit nach der Gründung 1999. Wir trauern mit dem Landesverband.

   Egon Schweiger verstarb am 4.5.2018 in Berlin. Er war ein langjähriger Mitarbeiter und Freund des VDSR BW. Anfang der 90er Jahre arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der konzeptionellen Neuausrichtung des Landesverbands. Diese Neuausrichtung beinhaltete die Fokussierung auf das Europäische Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Egon Schweiger machte sich zum Ziel die Minderheit zu fördern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und die soziale Beratung. Eine gleichberechtigte Teilhabe lag ihm in seinem Engagement für den Verband und die Minderheit immer am Herzen. Seine Ideen wurden weitergetragen und führten schließlich 2013 zu dem Abschluss eines Staatsvertrags mit dem Land Baden-Württemberg. Dem ersten Staatsvertrag für die Minderheit, der den Schutz und die Förderung rechtlich sichert.
Sein Engagement für unsere Minderheit, seine Integrität, Kenntnisse und Freundschaft wurden sehr geschätzt. Im Gedächtnis der Sinti und Roma BW wird er einen bleibenden Ehrenplatz innehaben.
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

 

Über den AK Sinti/Roma und Kirchen in BW

Der Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, Diskriminierung und Vorurteile allgemein und insbesondere gegenüber Sinti und Roma in der Gesellschaft und auch in den Kirchen wahrzunehmen, kenntlich zu machen und zu überwinden. Er will über die Struktur und Funktionsweise von Antiziganismus aufklären und zur Verständigung zwischen Mehrheitsgesellschaft und Sinti und Roma beitragen.

Der Arbeitskreis entstand aus einer Nachfrage der evangelischen japanischen Kirchen an die EKD bei einer Kirchenkonsultation 1993 zur Zusammenarbeit mit Minderheiten in Deutschland. In der Folge haben mehrere Delegationen zusammen mit Vertretern von Organisationen der Sinti und Roma Japan besucht und die dortige Anti-Diskriminierungsarbeit für „Buraku" kennen gelernt. 1999 wurde dann dieser Arbeitskreis gegründet.

WEITERLESEN: Vorgeschichte des Arbeitskreises

Gedenktage

27. Januar: 1945 Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
15. März: 1943 Deportationen aus Baden & Württemberg
08. April: Internationaler Romatag
16. Mai: 1940 Deportationen (Hohen-asperg) gemäß "Grenzerlaß" (Elsass, Saarland, Baden/Karlsruhe) 
02/03. August: 1945 "Auflösung" von Auschwitz-Birkenau
16. Dezember: 1942 Himmler-Erlass.

"AUF WIEDERSEHEN IM HIMMEL!" - Vor 75 Jahren (1942) besiegelte der "Auschwitz-Erlass" den Mord an den Sinti und Roma. Seit 1994 wird am 16. Dezember der verfolgten und ermordeten Sinti und Roma gedacht. Heinrich Himmlers "Auschwitz-Erlass" leitete vor 75 Jahren den Genozid im Vernichtungslager ein.